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MALENKI FUN ORCHESTRA

Igor Yakymenko Savitski (vocals, guitar), Martin Weiss (violin, guitar), Sascha Franz (contrabass)

Der Name Malenki (russ.: klein) deutet auf den kleinen Mann mit großer Stimme hin. Stimmgewaltig und mit großem Einfühlungsvermögen vermittelt der ukrainische Sänger und Gitarrist Igor Yakymenko Savitski einen Eindruck von dem musikalischen Reichtum der osteuropäischen Kultur, und er zeigt, wie nahe sich Blues und die Leidenschaft der russischen Seele sind. Fun steht für Spaß an musikalischer Improvisation. Mit stilistischen Elementen aus Latin, Jazz und Swing – Russian Style – verschmilzt das Ensemble bekannte russische Romanzen über Freud und Leid des Lebens und Zigeunermusik mit modernen Klängen zu einem kraftvollen Gesamtbild, das auch Raum lässt für leise und verträumte Töne. Igor selbst gehört zu den wenigen begabten Musikern, bei denen es fast egal ist, ob sie ganz malenki auftreten oder mit großem Ensemble. Allein mit Gitarre und mittelalterlicher Leier oder im Orchester, Igor lässt einen nicht mehr los, wenn man ihn einmal erlebt hat.

In seiner neuesten Formation mit dem Violinisten Martin Weiss und dem Kontrabassisten Sascha Franz schlägt Igor eine musikalische Brücke zwischen dem so genannten Zigeuner-Jazz Django Reinhardts und osteuropäischer, insbesondere russischer Folklore; angereichert mit jiddischen, Balkan- und Musette-Elementen führt der Weg bis in die freien Gefilde der Weltmusik.

Martin Weiss stammt aus einer traditionsreichen Sinti-Musiker-Familie. Sein höchster Anspruch ist es, immer ehrlich und aufrichtig zu spielen. Bereits mit 17 Jahren war er der Shootingstar des Häns’che Weiss Ensembles, das international Erfolge feierte. Gemeinsam bereicherten und entwickelten sie den Sinti-Jazz, welcher musik-wissenschaftlich als einziger authentischer aus Europa stammender Jazz-Stil gilt. Auf weltweiten Konzerttourneen verfeinerte Martin Weiss seinen einzigartigen Stil, bis er 1994 die Band seines Onkels verließ. “In mir steckte eine Sehnsucht, Neues im Jazz bzw. in der Musik zu entdecken … Damals ein sehr gewagter Schritt, denn immerhin war unser Ensemble eines der erfolgreichsten dieser Zeit.” Martin blieb ein viel gefragter Gast auf internationalen Festivals und in renommierten Konzerthäusern, mal mit seinem Trio String Matrix (mit dem amerikanischen Gitarristen Karl Schloz und dem Bassisten André Loos Sideman) oder auch mit dem Martin Weiss Sinti Jazz Ensemble, das seit 2010 mit einer Hommage an Django Reinhardt und Stephane Grappelli um die Welt tourt.  Martins Spiel ist mitreißend, voller Kraft und Leidenschaft. Er besticht an Violine und Gitarre durch spannende Improvisationen und eine fast magisch anmutende Virtuosität. “Martin Weiss ist ein Erlebnis – er berührt und hinterlässt Spuren mitten im Herzen.” Im Laufe seiner Karriere spielte er u.a. mit Oscar Peterson, Barney Kessel, Milt Hinton, Ray Brown, Bireli Lagrene, Babik Reinhardt, Stephane Grappelli, Phillip Catherine, Joe Pass, Ravi Shankar. Die Stadt Mexiko City verlieh ihm die Ehrendoktorwürde.

Alexander ‚Sascha’ Franz wurde in Kasachstan geboren und wuchs in Sibirien auf. Hier begann er seine musikalische Laufbahn, gründete eine Band und dozierte an der Kemerovo-Musikhochschule. Seit über zehn Jahren lebt Alexander Franz in Berlin, wo er sich längst als gefragter Jazzmusiker etablierte und in verschiedenen Formationen und Studioproduktionen mitspielt.


Sonja Kandels Band Issa Sow Pape Seck Helene Sagna

SONJA KANDELS BAND

Aus der eigenen Vita, dem eigenen Erleben schöpfend, gelingt der Jazz-Virtuosin Sonja Kandels eine Symbiose aus afrikanischen Musikstilen und zeitgenössischer Musik. Die in Kamerun und Niger aufgewachsene Sängerin  interpretiert ihre Songs mit unterschiedsloser Gewandtheit in Englisch, Französisch und Portugiesisch oder in verschiedenen afrikanischen Dialekten. Und wenn all diese Sprachen nicht ausreichen, um ihre Gefühle zum Ausdruck zu bringen, singt sie in ihrer eigenen Fantasiesprache. Dabei nutzt die charismatische Sängerin ihre facettenreiche Stimme so gefühlvoll und ausdrucksstark, dass sie jedes Publikum in ihren Bann zieht.

“Meisterlich mischt Sonja Kandels afrikanische Rhythmen, Themen und Gesänge mit Jazz, Funk und wohl platzierten Samples. Ihre Eigenkompositionen sind dabei genauso bezaubernd wie Arrangements afrikanischer Traditionals oder die großartige Bearbeitung von Jazzstandards.” (JazzPodium) Der Tagesspiegel schreibt über ihre Musik: “Sonja Kandels jedenfalls improvisiert über Afrika, wie hier zu Lande niemand sonst. Ein kleines Meisterwerk.”

Die hochkarätig besetzte Band verleiht der Sängerin Sicherheit, ihre durchdringenden Eskapaden gezielt einzusetzen. “Mal lotet sie in dunkleren Tonlagen Blues-Stimmungen oder verleiht poetischen Balladen nachdenkliche Atmosphäre. Mal lässt sie ihre Stimme fröhlich durch sprunghafte Melodien tanzen und steigert sich in schneidende AfroScats.” (FAZ)

Ihre zwei Alben spielte sie mit Künstlern wie Felix Sabal Lecco, Aly Keita, Baba Gallé Kanté und Samba Sock ein. Vor fünf Jahren rief sie das Power Of Voice Projekt ins Leben, mit dem sie deutsche und afrikanische Schulklassen für Musik begeistert und zu Konzertauftritten vorbereitet. So trat sie z.B. mit Chorgruppen aus Berlin, Krefeld, Eltville und Kempen auf verschiedenen Jazz Festivals und internationalen Konferenzen auf (Viersen Jazz, Jazz Rallye Düsseldorf, Afrika Forum des Bundespräsidenten, Afrika Tage Berlin).

DIE BAND

  • Mark Reinke, der langjährige Wegbegleiter während Sonjas Berliner Zeit, mit dem sie auch ihr letztes Album Fortunes Arrive aufnahm. Reinke arbeitete mit der israelischen Sängerin Efrat Alony oder auch Katja Riemann zusammen, komponierte für Big Bands und arbeitete unter dem amerikanischen Regiseur Robert Wilson als musikalischer Leiter am Theater.
  • Stefan Rademacher, der langjährige Bassist von Billy Cobham. Mit seinem einzigartigen Sound avancierte er zu einem international gefragten Musiker. Am elektrischen und akustischen Bass begleitete er in Live- und Studioproduktionen u.a. George Duke, Gary Husband, Don Grusin, Randy Brecker, Lee Ritenour und Chaka Khan.
  • Harald Ingenhag, profilierter Schlagzeuger und Body-Percussionist unzähliger Live-, Studio- und Rundfunk/TV-Produktionen, u.a. Thomas-Kessler-Group, Trio Cattleya, Ali Haurand, Xaver Fischer, Buddy Casino, Pablo Held.
  • Awale Ouro Akpo aus Togo, genannt Paply, der Zuhörer wie Zuschauer mit seinen Djémbé-Trommelkaskaden begeistert.

GÄSTE

  • Sonja Kandels’ Gäste kommen in diesem Sommer aus Senegal, wo sie zuletzt auftrat. Mit seiner herzlichen und offenen Art begeistert der Sänger und Tanzlehrer Issa Sow. Als Mitglied des Ballett du Senegal reist er um die ganze Welt und erzählt zum Beispiel vom Komodougou, einem traditionellen Tanz, mit dem Männer die Frauen verführen, oder dem populären und feurigen Mbalax. Pape Samory Seck stammt aus einer Griot-Famile und gilt als einer der gefragtesten Perkussionisten afrikanischer Rhythmen. (Djembé, Sabar, Djoun Djoun, Bougarabou, Serouba, Asico und Tama (Talking Drum). An ihrer Seite die feurige Tänzerin Hélène Sagna.

DANIEL M KUEHNE

Info-Show zum Thema Kartenkunst, Poker und Gambling: „Wheeling and Dealing zwischen Fiktion und Wirklichkeit“

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“Die Kartenkunst ist die Poesie der Zauberei.” (Johann Nepomuk Hofzinser) Diese Überzeugung des berühmten Zauberkünstlers aus dem 19. Jahrhundert hat Daniel M Kuehne sich zueigen gemacht und für das 21. Jahrhundert adaptiert. Kuehne zählt heute zu den besten seines Fachs, seine Kartenkunst ist nicht nur unterhaltsam, er verleiht ihr eine ganz eigene Eleganz.

Fragen sind ausdrücklich erwünscht. Sie kennen vielleicht berüchtigte Filmszenen aus Spaghettiwestern mit Terence Hill, aus „Der Clou“, „Rounders“ oder „21“ – spielen Sie vielleicht selbst Poker oder andere Kartenspiele? Hier haben Sie Gelegenheit zu fragen, was Sie schon immer wissen wollten. Im Kutschsaal auf Gut Heimendahl präsentiert Ihnen Daniel M Kuehne in lockerer Runde ein Informationsprogramm rund um das Thema Kartenspielen, Tricks und Zauberei. Dabei fesselt er seine Zuschauer nicht nur mit unglaublicher Fingerfertigkeit, mit seinen Geschichten bringt er die Karten vielmehr zum Leben. 4 Buben oder die Jesse James Gang – ein und dasselbe? In der Pause steht Kuehne für weitere Fragen zur Verfügung und bietet Ihnen als „Strolling Magician“ individuelle Vorführungen.

Kuehne ist seit 1997 als Dealer und Floor Manager in den Casinos von Vegas beschäftigt und arbeitet als freier Künstler und Berater. Zu seinen Kunden zählen der DFB, Audi, Porsche, Phillip Morris, Gore-Tex u.v.a. Mit Information und Anekdoten gewährt der redegewandte Künstler seinen Gästen einen Blick in die Welt der Karten und hinter die Kulissen der Glamour-Stadt in Nevada. Er selbst sieht sich weniger als Zauberer, eher puristisch als Kartenmensch. Was er mit seinen Händen macht jedoch grenzt an Zauberei. Dabei führt er anschaulich vor, dass es grundsätzlich keinen Unterschied zwischen Wahrnehmung und Illusion gibt – und auch nicht geben kann. Kuehne warnt sein Publikum, man werde ein Kartenspiel nie mehr mit den gleichen Augen sehen.


PETERS PEPPERS & THE SKYLARKS

Gregoire Peters (saxophone, clarinet, piccolo, flute), James Scannell (sax, clar), Jo Gehlmann (guitar), Lars Gühlke (double bass), Marcin Lonak (drums) · Kristofer Benn, Viola Manigk, Till Josa Paar, Max Keilbach (vocals)

Swing und romantische Balladen, dazu eine Prise Mambo und Cha Cha; das sind Peter’s Peppers, eine legendäre Formation aus virtuosen internationalen Solisten. Mit ihren Arrangements im Stil der Big Bands der 40er und 50er und vielen Hits von Benny Goodman, Count Basie, Glenn Miller und Duke Ellington bringen sie jeden Saal zum Swingen.

An diesem Abend treten die Peppers zusammen mit den Skylarks auf, einer Berliner Vocal Group, die sich ebenfalls dem Sound und Stil der Big Band Ära verschrieben hat. Die Gesangsgruppe, die üblicherweise mit “Swing King” Andrej Hermlin und dem Swing Dance Orchestra auf Tournee ist, schafft sich durch ihre authentischen Interpretationen eine wachsende Fangemeinde. Ein Höhepunkt der Zusammenarbeit mit dem inzwischen erfolgreichsten Swing-Bandleader Deutschlands war die gemeinsame USA-Reise zum Festival anlässlich des hundertsten Geburtstags von Glenn Miller. Gemeinsam mit den Peppers werden die Skylarks einige der bekanntesten Hits der Swing Ära präsentieren, an diesem Abend mit der einzigartigen Viola Manigk. In ihrer Heimatstadt Berlin gelten die Musiker als die originellste “Little Big Band”, wenngleich sie weit über die Grenzen der Hauptstadt hinaus bekannt und gleichzeitig Mitglieder solch bekannter Formationen wie The Pasadena Roof Orchestra oder der Big Bands des RIAS und des HR sind. Als Solisten begleiteten sie unter anderen Natalie Cole, Robbie Williams, Shirley Bassie, Till Brönner, Udo Lindenberg, Ich & Ich und Sir Simon Rattle.


MODERN STRING QUARTET

Die Highlights aus einem Vierteljahrhundert Streichquartettgeschichte

„Fantastisch, wie die vier Herren ohne Notenständer Stücke jedes Genres perfekt zusammenspielen. Dabei gehen sie mit unglaublichem Fingerspitzengefühl auf die Improvisationen der jeweils anderen ein, selbst nach scheinbar chaotischen Ausflügen in disharmonische Klangwelten finden sie wieder zueinander, um in trauter Viersamkeit und Harmonie zu verschmelzen.“   (Rheinpfalz Zeitung)

Jörg Widmoser (violine), Winfried Zrenner (violine), Andreas Höricht (viola), Jost-H. Hecker (violoncello)

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Die vier Musiker, die ihre Programme selbst komponieren und arrangieren, haben mit grenzenloser Experimentierlust ein unverwechselbares Repertoire entwickelt, welches eine Verbindung von Jazz und Klassik mit Elementen der Moderne knüpft. Dabei greift sich das MSQ bekannte Motive der Musikwelt heraus und variiert darüber.

Das Wort Improvisation wäre zu kurz gegriffen – die Arrangements gehen weit über die ursprünglichen Kompositionen hinaus, sie schaffen Raum für neue Klänge. Mit viel Witz und Charme entdecken sie ihre Violinen als vielseitig einsetzbare Percussion-Instrumente, das Publikum bekommt dabei ebenso viel zu sehen wie Unglaubliches zu hören. Das 1983 gegründete Modern String Quartet gehört zu den prägenden Ensembles der europäischen Crossover-Szene. Als Grenzgänger zwischen Klassik, Neuer Musik und Jazz haben die Musiker um den Primarius Joerg Widmoser im Laufe ihrer gemeinsamen Karriere immer wieder höchst eindrucksvoll die ungeheure Vielfalt der Möglichkeiten zeitgenössischen Musizierens aufgezeigt. In über 1.000 gemeinsamen Konzerten, auf mittlerweile 13 Alben und nicht zuletzt im Rahmen spannender Kooperationen mit Künstlern wie Konstantin Wecker, Wolfgang Dauner, Charlie Mariano, Klaus Doldinger, Mercedes Sosa oder Joan Baez hat das vielfach ausgezeichnete Quartett bis heute wiederholt seine außergewöhnliche Klasse unter Beweis gestellt. Ob in Europa, Nordamerika, Afrika oder Asien – mit der ungeheuren Energie, die sie mit ihrer Musik freisetzt, fasziniert die virtuose Viererbande aus München Zuhörer auf der ganzen Welt. Nach der Devise „Wir machen das, was wir bei unseren Lehrern nicht gelernt haben“ umkreisen die Mitglieder des Modern String Quartet den geheimen Kern ihrer Kunst und stoßen dabei in bislang ungehörte Sphären vor. Schon früh haben sie eine unverwechselbare Art des Zusammenspiels entwickelt und sich auf dieser Basis ein vielfältiges Repertoire erarbeitet. Darin weist ihnen die Kunst der freien Improvisation und der so respektvolle wie selbstbewusste Umgang mit fest ausformulierten Kompositionen den Weg in gleichermaßen unbekannte wie faszinierende Klanglandschaften.

Eine eindeutige, dogmatische Zuordnung des Ensembles zum Bereich der Modernen Klassischen Musik oder zur Welt des Jazz ist definitiv nicht möglich. Denn als Streichquartett bilden Joerg Widmoser, Winfried Zrenner (2. Violine), Andreas Höricht (Viola) und Jost-H. Hecker (Violoncello) zwar einerseits die hohe Spielkultur klassischer Kammermusik ab, andererseits stehen sie jedoch als Jazz-Formation in der Nachfolge dessen, was Duke Ellington einmal unter der Bezeichnung zeitgenössische Musik so zusammenfasste: „Musik am richtigen Ort, zur richtigen Zeit, mit den richtigen Leuten.“ Das Modern String Quartet erfüllt diesen Anspruch mit einem breit gefächerten Repertoire, zu dem neben zahlreichen Eigenkompositionen ebenso Werke von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart oder Igor Strawinsky, aber auch Stücke von Philip Glass und Steve Reich gehören. Hinzu kommen Songs von George Gershwin, John Lennon und Paul McCartney, Sidney Bechet, Miles Davis u.v.a. Vor diesem Hintergrund wird deutlich: Für das Modern String Quartet ist Crossover nicht nur ein Wort. In ihren schier anarchischen Instrumental-Aktionen geht es um kreative Grenzüberschreitungen, um künstlerische Bewegung und intellektuelle Beweglichkeit.

 

Photos by Markus Roosen www.bodyandblues.de, Andreas Cohrs COLITA.

Webdesign: COLITA. Andreas Cohrs